Vorhaben: Rauenthaler Tunnel - Wuppertal - Erneuerung
Vorhaben-ID V-E101379
Beschreibung des Vorhabens
Die Strecke 2700 wurde 1868 von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (BME) eröffnet. Im Jahr 1886 begannen die Bauarbeiten im Zuge der neuen Streckenführung und im Jahr 1889 wurde zunächst der eingleisige Rauenthaler Tunnel I (westliche Röhre) eröffnet. Ab 1893 begann der zweigleisige Ausbau der Strecke und fünf Jahre später folgte die Eröffnung des Rauenthaler Tunnels II (östliche Röhre). In diesem Zeitraum wurde auch die Strecke 2702 von Wuppertal-Rauenthal nach Wuppertal-Langerfeld gebaut, die um 1890 eröffnet wurde und mit dem Langerfelder Tunnel an seiner Südseite ein gemeinsames Portal mit dem Rauenthaler Tunnel besitzt. Der Langerfelder Tunnel ist seit 1986 stillgelegt und bis 1997 wurden die Gleise im Tunnel zurückgebaut. Aktuell ist der Ausbau der beiden Röhren Rauenthaler Tunnel I und II in einem sehr schlechten Zustand und weisen Ausbrüche, Abplatzungen, Risse und Fehlstellen in den Mauerwerksfugen auf. Aufgrund des schlechten Zustands in der Röhre II des Rauenthaler Tunnels wurde diese Röhre für den Eisenbahnverkehr gesperrt. Daher ist eine Erneuerung der Tunnel notwendig. Die Baumaßnahme für die Erneuerung des Rauenthaler Tunnels auf der DB-Strecke 2700 vom Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen nach Remscheid-Lennep beginnt im Bereich der Unterquerung des heutigen Stadtteils Wuppertal-Langerfeld zwischen km 0,5+31.534 bis km 1,6+44.460. Auch der stillgelegte Langerfelder Tunnel (Strecke 2702), der vom Südportal in Richtung Osten den Berg durchfährt, wird im Zuge der Baumaßnahmen für die Zeit der Bauarbeiten temporär gesichert. Dabei sind im Wesentlichen folgende Maßnahmen geplant: ▪ Zweigleisige Erneuerung des Rauenthaler Tunnels durch Abbruch des Gebirgspfeilers zwischen Röhren I & II der Bestandsbauwerke und Ersatzneubau eines Tunnels in bergmännischer und offener Bauweise und Neubau der Tunnelportale. ▪ Wahl eines Gleisabstands von 4,50 m im Bereich des Tunnels und Planung des Lichtraumprofils GC inkl. Sicherheitsraum und Gefahrenbereich für Geschwindigkeit Ve ≤160 km/h. ▪ Neubau und Änderung von Erdbauwerken in den Voreinschnittsbereichen des Tunnels im Bau und Endzustand. ▪ Diverse bauzeitliche Sicherungsmaßnahmen innerhalb des Tunnels mittels Verfüllinjektionen und auch Kompensationsinjektionen im Bereichen mit geringen Überdeckung und Bebauung von der Geländeoberfläche aus. ▪ Errichtung eines Fledermausquartiers im Bereich des Westportals des Rauenthaler Tunnels. Stand: 23.03.2021 Seite 7 Unterlage 1 Vorhaben: Änderung Rauenthaler Tunnel, Strecke 2700 km 0,531 bis km 1,644 ▪ Ertüchtigung des südlichen Portalbereichs vom Langerfelder Tunnel und des Gebirgspfeilers zwischen dem Rauenthaler und dem Langerfelder Tunnel, sowie eine lokale Sicherung von beschädigten Stellen am Mauerwerk. ▪ Einbau von Ausbruchsmassen teilweise im Langerfelder Tunnel und im Voreinschnitt seines Nordportals. ▪ Baufeldfreimachung durch Rückbau der Gleise und Weichen ▪ Nach Fertigstellung des Tunnels Wiederherstellung der Weichen und Gleise Darüber hinaus erfolgen Anpassungen der Leit- und Sicherungstechnik für Bau- und Endzustand sowie der Verkehrsanlagen (Signale, Gleise, Weichen, etc.). Der Streckenabschnitt ist nicht elektrifiziert, so dass keine Oberleitungsanlage im Tunnel geplant ist. Der Tunnel wird jedoch mit einer Erdung ausgerüstet, die eine Oberleitungsnachrüstung ermöglicht. Bei der Planfeststellung sind - neben der Anwendung der speziellen Rechtsvorschriften - die vom Vorhaben berührten öffentlichen und privaten Belange im Rahmen der Abwägung zu berücksichtigen. Zur Abwägung gehört auch die Frage der Einteilung in einzelne Planungsabschnitte. Das Vorhaben Rauenthaler Tunnel wird nicht in einzelne Planfeststellungsabschnitte eingeteilt. Die Baumaßnahme liegt in Nordrhein-Westfalen, im Regierungsbezirk Düsseldorf, in der Stadt Wuppertal, Stadtteil Wuppertal-Langerfeld. Die DB Netz AG ist als Eisenbahninfrastrukturunternehmen des Bundes Vorhabenträgerin der Maßnahme.
Hier können Sie sich informieren und beteiligen
Sie haben Fragen zur Öffentlichkeitsbeteiligung?
Häufige Fragen und Antworten (FAQ)