Vorhaben:
ABS/NBS München – Freilassing – Grenze D/A – Simbach – Grenze D/ A
Planungsabschnitt 1, Markt Schwaben - Ampfing
Strecke 5600 km 19,850 – 66,171
Planfeststellungsabschnitt 1.6, km 52,175 bis km 58,529
Vorhaben-ID V-E101078
Beschreibung des Vorhabens
Gegenstand dieses Verfahrens ist der Abschnitt 1.6, der bei Bahnkilometer 52,175 der Strecke 5600 München Ost Pbf - Simbach (Inn) beginnt und bei Bahnkilometer 58,529 endet. Die Grenze des Projektes geht über den genannten km-Bereich hinaus, da teilweise BE-Flächen, Baustraßen sowie auch Umweltausgleichsflächen außerhalb liegen.
Der Abschnitt 1.6 befindet sich im Landkreis Mühldorf/Inn im Regierungsbezirk Oberbayern. Auf seinem Trassenverlauf durchfährt er die Gemeinden Schwindegg und Obertaufkirchen. Angrenzend liegen die Abschnitte 1.5 sowie 1.7.
Die bestehende Bahnstrecke liegt am südlichen Hang des Isentals. Im Talgrund befindet sich der mäanderförmig verlaufende Fluss Isen, zu der zahlreiche Gräben und Bäche von Süd nach Nord fließen und die Bahnanlage kreuzen. Die Bebauung der Gemeinde Schwindegg erstreckt sich vor allem südlich der Bahnstrecke. Ebenfalls südlich der Bahn liegt die Bebauung der Gemeinde Obertaufkirchen einschließlich ihrer Ortsteile. Nördlich der Bahn umfährt die Um-gehungsstraße St 2084 die Gemeinden.
Die Bahnstrecke verläuft von der westlichen Planfeststellungsgrenze bis zum Bereich des Bahnhofs Schwindegg in engen Radien. Diese Kurven müssen im Rahmen des Ausbaus auf-geweitet werden, damit die vorgesehene Entwurfsgeschwindigkeit bis zu 200 Bahn-km/h
gefahren werden kann. Ab dem Bahnhofsbereich in Richtung Osten liegt die Strecke in Gera-den bzw. sehr langgestreckten Kurven. Hier werden keine Aufweitungen erforderlich.
Es ist vorgesehen, dass das zusätzliche zweite Gleis nördlich des bestehenden Gleises hin-zugefügt wird. Von den Aufweitungsabschnitten abgesehen können beide Gleise weitgehend auf bahneigenem Grund angeordnet werden.
Somit kann der Umfang des erforderlichen Grunderwerbs auf ein geringes Maß beschränkt bleiben. Der Streckenausbau mit einer Anordnung des zusätzlichen zweiten Gleises auf der Nordseite ist bereits bei ausgeführten Baumaßnahmen der jüngeren Vergangenheit berück-sichtigt. Beispielsweise sind bei den beiden Straßenüberführungen SÜ Bahn-km 53,003, St 2084 (Baujahr 2006) und SÜ Bahn-km 57,034, Kr MÜ 30 (Baujahr 2016) die Brückenpfeiler dergestalt angeordnet, dass ausreichend Platz für ein neues Gleis nördlich des bestehenden Gleises vorhanden ist. Auch sieht der im Jahr 2016 ausgeführte Neubau der Eisenbahnüber-führung Bahn-km 54,612, Buchbacher Straße das zweite Gleis nördlich des Bestehenden vor. Damit ist ein wesentlicher Zwangspunkt für die Gleisanordnung im bebauten Gemeindegebiet von Schwindegg gegeben.
Um das Betriebsprogramm mit Mischverkehr aller Verkehrsarten bewältigen zu können, wird eine ETCS Level 2 Blockteilung mit 500 Meter Blöcken vorgesehen. Die signalgesicherte Un-terteilung in Blöcke erhöht die Kapazität der Strecke und ermöglicht eine Erhöhung der Zug-folge. Die durchgängige Elektrifizierung ermöglicht die überregional angestrebte Elektrotrak-tion. Im antragsgegenständlichen Abschnitt 1.6 wird die 110 kV Bahnstromleitung vom Schalt-werk Schwindegg zum Unterwerk in Mühldorf (Abschnitt 2.2) auf den Oberleitungsmasten mit-geführt. Somit ist die Stromversorgung der Strecke sichergestellt.
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